
Ihr persönlicher Ticketautomat in der Hosentasche
Der Fahrkartenkauf ist gerade für gelegentliche Kunden und Ortsfremde nicht immer ganz einfach. Mit dem Projekt HandyTicket wird der Fahrkartenerwerb für unsere Kunden erheblich erleichtert. Denn damit hat man seinen persönlichen Ticketautomaten immer in der Hosentasche. Kleingeldprobleme und Zeitdruck am Fahrkartenautomat gehören damit der Vergangenheit an. Der Clou: Der Fahrkartenkauf ist nicht nur in der Heimatstadt möglich, sondern auch in anderen Regionen. So kann beispielsweise ein Kunde aus Dresden eine Fahrkarte in Hamburg erwerben, ohne sich an ein anderes Verfahren gewöhnen zu müssen.
23 Nahverkehrsanbieter aus 13 Verkehrsverbünden/Regionen nehmen an diesem Gemeinschaftsprojekt teil:
| • Bielefeld | • Nürnberg | |||
| • Chemnitz | • Oberlausitz/ Niederschlesien | |||
| • Dresden | • Rhein-Ruhr | |||
| • Freiburg (Breisgau) | • Rhein-Sieg | |||
| • Hamburg | • Ulm | |||
| • Mittelthüringen | • Vogtland | |||
| • Münster |
| Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat die Koordination übernommen. | |
Verantwortliche Partner für die Realisierung sind: |
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| HanseCom GmbH, die als Tochter von Siemens IT Solutions and Services die Entwicklung der technischen Lösung und die Realisierung des Betriebs verantwortet, | |
| Fraunhofer-Institut IVI Dresden mit der Entwicklung einer speziellen Software für die Integration der unterschiedlichen Tarife und Auskunftssysteme und die | |
| DVB LogPay GmbH, die als Tochter der DVB Bank SE den kompletten Abrechnungsservice der Tickets und das Clearing übernimmt. |
Mit dem Projekt wollen die beteiligten Unternehmen die Akzeptanz dieses innovativen Vertriebsweges durch ihre Kunden ermitteln. Insbesondere das HandyTicket-Programm auf Basis der Java™-Technologie soll in dem zunächst auf zwei Jahre begrenzten Projekt getestet werden. Marktforscher untersuchen während der Testphase die Anwenderfreundlichkeit, die Akzeptanz und die Zufriedenheit der Kunden und lassen die Erkenntnisse in die Lösung einfließen.
Zur Abrundung des Vertriebskanals ist in einigen Regionen (Bielefeld, Münster sowie den Verkehrsverbünden Dresden/Oberelbe, Mittelthüringen, Mittelsachsen, Vogtland, Oberlausitz-Niederschlesien, Rhein-Ruhr und Rhein-Sieg) ergänzend auch der Kauf per Internet, SMS bzw. Telefonanruf und die Zusendung der Tickets per SMS möglich.
Zudem bieten die beteiligten Verkehrsunternehmen die Möglichkeit, über das Handy persönliche Fahrpläne abzurufen. In den Verkehrsverbünden Freiburg (RVF), Hamburg (HVV), Mittelsachsen (VMS), Mittelthüringen (VMT), Nürnberg (VGN), Rhein-Ruhr (VRR), Rhein-Sieg (VRS) und Ulm (DING) wird gleichzeitig eine passende Fahrkarte ermittelt und kann vom Kunden sofort gekauft werden.
Die Richtlinien des Datenschutzes werden selbstverständlich beachtet und die Übertragung der Daten erfolgt in einem abgesicherten Modus. Zur Absicherung gegen Manipulationen und Missbrauch wird ein mehrstufiges Verfahren angewendet, u. a. über integrierte Sicherheitsmerkmale des Tickets auf dem Handy, Nutzung eines Kontrollmediums sowie mit der Möglichkeit, die Ticketdaten durch das Verkehrsunternehmen im Hintergrundsystem abzufragen.
Mit dem HandyTicket sollen neue Kundengruppen für den ÖPNV gewonnen
werden. Ziel des Projektes ist es auch, einen deutschlandweiten einheitlichen
Standard auf Basis der VDV-Kernapplikation zu entwickeln, auf dessen
Grundlage der Fahrkartenverkauf über das Handy zukünftig abgewickelt werden
kann - und dies unabhängig vom jeweiligen Betreiber. Außerdem besteht
perspektivisch die Chance, bei den Verkehrsunternehmen die Vertriebskosten
zu reduzieren. Über die derzeit beteiligten Regionen werden bereits
rd. 23,1 Millionen Einwohner in die Lage versetzt, ihr Ticket für Bus und
Bahn per Handy zu kaufen. Der VDV und die beteiligten Nahverkehrsanbieter
gehen davon aus, dass durch einen erfolgreichen Verlauf des
Forschungsprojektes ein Standard entsteht und der Kreis der teilnehmenden
Regionen erweitert wird. Dann können noch mehr Kunden von Bussen und
Bahnen diesen Service unter einer einheitlichen Schnittstelle nutzen.